Konsum- die Dinge des Lebens

Ist weniger mehr?

Die einfachste Art seinen Rohstoffverbrauch zu vermindern, ist weniger zu verbrauchen und die Dinge, die man besitzt länger zu nutzen, mit anderen zu teilen oder gebraucht zu kaufen. Beim Kauf auf die Qualität zu achten ist dabei ein wichtiger Faktor und zahlt sich auf Dauer auch aus. Gerade kleine Geschäfte und Produzenten bieten noch qualitativ hochwertigere Produkte an.

zum Beispiel Kleidung

Wirklich „saubere“ Kleidung ist nicht so einfach zu bekommen. Vom bewässerungs- und pestizidintensiven Anbau von Baumwolle, zu den meist menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in den Nähfabriken Asiens, Mittel- und Südamerikas, bis zur Behandlung mit giftigen Chemikalien zur Einfärbung und Ausrüstung sind Textilien ein hoch problematischer Stoff.
Wer nicht gleich auf 100% Öko umsteigen möchte, sollte auf die Auswahl qualitativ guter Kleidung achten, die länger hält und nicht nach jedem Modetrend abgelegt wird.
2nd-Hand-Läden sind in den USA gerade der Renner und auch hier kann man manches schöne Stück für kleines Geld finden. Selbstorganisierte Kleidertauschbörsen sind eine gute Gelegenheit sich mit Freunden zu treffen und sich mal wieder was „Neues“ zu gönnen...
Und wer so etwas Geld gespart hat, kann sich dann auch mal vom Schneider etwas Passendes nähen lassen.

Haushalt

Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es am Wichtigsten sich zu Hause wohl zu fühlen. Dies spart den Konsum von „Wohlfühl“- Produkten und von „Wohlfühl“ - Aktivitäten, die meist mit einem erhöhten Rohstoffverbrauch verbunden sind.
Im eigenen Haushalt kann darauf geachtet werden langlebigere Produkte und energiesparende Geräte zu verwenden. Umweltschonende Reinigungsmittel sind meist auch weniger schädlich für die Gesundheit des Anwenders. Wie bei vielen anderen Dingen auch gilt: was gut ist für die Umwelt, ist auch gut für den Menschen bzw. dessen Gesundheit.

Reparieren & Leihen

Viele Dinge könnten noch länger genutzt werden, wenn sie denn repariert werden könnten. Leider ist dies nicht im Interesse der Wirtschaft, so dass viele (Billig-) Produkte nach kurzer Zeit auseinander fallen. Wer sich, seinem Geldbeutel und der Umwelt das ständige Neukaufen ersparen möchte, sollte reparaturfreundliche Geräte bevorzugen - es zahlt sich aus!
Noch besser, wenn man gar nicht selbst für alles tief in die Tasche greifen muss, sondern sich Geräte leiht oder gemeinschaftlich nutzt. Wie wäre es mal mit einem Nachbarschafts-Rasenmäher? Und einmal im Jahr gibt es dann die gemeinschaftliche Rasenmäher-Grillparty...

Müll vermeiden & entsorgen

Müll und durch dessen Entsorgung verursachte Probleme sind die Kehrseite unseres Reichtums. Auch wenn die Produktpreise dies (noch) nicht ausdrücken: Rohstoffe sind wertvoll, da Ihre Gewinnung energieaufwändig, ihr Vorkommen begrenzt und die Entsorgung von Abfall teuer ist bzw. die Umwelt auf Dauer belastet. 

Abfall vermeiden ist die intelligentere Alternative: Gutes statt Vieles kaufen, lange Nutzen, wieder verwenden, reparieren, weitergeben, oder recyceln.

Und alles was dann noch übrig bleibt:
trennen, getrennt entsorgen, fach- und umweltgerecht entsorgen