Was bedeutet Nachhaltigkeit?

(Synonyme: zukunftsfähig, lebensfördernd, sich selbst erhaltend)

Als “nachhaltig“ wurde Anfang des 20 Jahrhunderts eine Waldbewirtschaftung bezeichnet, bei der nur soviel Holz pro Jahr eingeschlagen werden darf, wie im gleichen Zeitraum nachwächst. Der Holzvorrat bleibt  erhalten und die Nutzung dieser Ressource ist so auf Dauer und für die folgenden Generationen möglich.

1987 wurde der Begriff Nachhaltige Entwicklung im Bundtlandbericht (Gro Harlem Brundtland, norwegische Ministerpräsidentin) neu gefasst:
"Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können."

Der Nachhaltigkeitsbegriff umfasst die folgenden Themenfelder:
  • Wirtschaft:  Energieeffizienz, Sparsamkeit, Qualitatives Wachstum, Fairer Handel
  • Umwelt: ökologische Systeme erhalten, Begrenzung des Ressourcenverbrauchs
  • Soziales: Gerechte Verteilung von Ressourcen, Chancengleichheit, Bildung
  • Politik: Mitbestimmung, langfristige Raum- und Infrastrukturplanung, Gesetzesgrundlagen
  • Werte: Wertewandel, Toleranz, Verantwortung
Einige Aspekte der Nachhaltigkeit auf regionaler Ebene
  1. Kurze Wege zwischen Erzeugern und Verbrauchern: regionale Produkte
  2. Produktion nach ökologischen Kriterien 
  3. Produkte und Dienstleistungen die helfen Energie und Rohstoffe ein zu sparen, Abfall zu vermeiden und langlebig bzw. reparaturfreundlich sind
  4. Verwendung umweltverträglicher Rohstoffe/Materialien
  5. Gastgewerbe mit besonderen Angeboten zu regionalen bzw. ökologischen Produkten
  6. Urlaub und Erholung: Sanfter Tourismus
  7. Alternative Mobilitätsangebote
  8. Einrichtungen zur Umweltbildung
  9. Einrichtungen zur Unterstützung von benachteiligten Bevölkerungsgruppen
  10. Angebote für Kreativität und Sport für Kinder und Familien
  11. Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements
  12. Beratung und  Information für Verbraucher
  13. Maßnahmen für den Natur- und Artenschutz